Die Geschichte des Englischen Geschirrs

Ende des 18. Jahrh. erfand man in England eine neue Technik um Keramik mit Dekoren zu verzieren. Das Motiv wurde auf eine Kupferplatte gebracht und mithilfe von Seidenpapier auf die Keramik übertragen, transferiert eben. Daher der englische Begriff "Transferware".

Dieses wurde dann eingebrannt und ersetzte das langwierige und arbeitsintensive malen von Hand. Durch diese revolutionäre Technik war eine Produktion in großen Mengen und zu einem wesentlich geringeren Preis als vorher möglich. Jetzt konnte man sich Geschirr mit Dekor in fast allen Schichten leisten.

Die Gegend um Staffordshire wurde Hauptstandort für die Keramikproduktion und verschaffte vielen Menschen Arbeit in den Fabriken. Große Namen wie Spode, Wedgwood, Mason's, Johnson Bros., Palissy, Grindley und Myott's prägten die Tischkultur von damals bis in die Neuzeit hinein.

Heute gibt es dort nur noch wenige Firmen, die ihr Geschirr mit den alten Dekoren herstellen. Geblieben sind nur Wedgwood und Spode. Einige der anderen Firmen sind in die beiden übergegangen, wie z.B. Johnson Bros. und Mason's in Wedgwood. Auch die Fa. Wedgwood musste Konkurs anmelden, sodaß auch hier keine Produktion mehr stattfindet.